Premiere: 15.Mai 2011, Theater Trier
Regie: Alexander May
Bühne: Susanne Weibler
Kostüme: Carola Volath
Besetzung
Beverly Weston, 69 Jahre: Hans Peter Leu
Violet Weston, 65 Jahre: Diana Körner
Barbara Fordham, 46 Jahre: Kerstin Thielemann
Bill Fordham, 49 Jahre: Michael Ophelders
Jean Fordham, 14 Jahre: Antje Härle
Ivy Weston, 44 Jahre: Barbara Ullmann
Karen Weston, 40 Jahre: Vanessa Daun
Mattie Fae Aiken, 57 Jahre: Angelika Schmidt
Charlie Aiken, 60 Jahre: Peter Singer
Litte Charles Aiken, 37 Jahre: Jan Brunhöber
Johnna Monevata, 26 Jahre: Helge Gutbrod
Steve Heidebrecht, 47 Jahre: Klaus-Michael Nixl
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Inhalt
Es ist August in Osage County, Oklahoma. Unerträgliche Hitze über dem Anwesen der Westons. Er trinkt, sie nimmt Tabletten. Das ist das Arrangement, das Beverly und Violet Weston für ihre Ehe getroffen haben. Alkohol und Drogen sind die Mittel des Ehepaars, sich peinigende Erinnerungen, Verletzungen und Schuldgefühle vom Leibe zu halten. Doch Beverly Weston, ehemaliger Schriftsteller und pensionierter Professor, trifft eine Entscheidung: Er engagiert ein indianisches Dienstmädchen, um den Alltag noch einigermaßen aufrechtzuerhalten, dann verschwindet er spurlos.
Jetzt trifft der ganze Weston-Clan auf dem Anwesen ein. Töchter samt Ehemännern, Freunden und Kindern reisen an, um das mysteriöse Verschwinden des Familienpatriarchen zu ergründen und um der krebskranken Mutter Violet beizustehen. Diese, alles andere als schwach, wetzt schon ihre Krallen gegen ihre Töchter. Ihr bösartiger Zynismus ist gnadenlos, trifft immer in offene Wunden. Doch die Töchter schlagen zurück.
Eine Familienschlacht entbrennt, die alsbald mit tragikomischen, melodramatischen und zutiefst verstörenden Szenen aufwartet. Ausgestattet mit dem Humor der Verzweiflung, überraschenden Versöhnungen und immer wieder neu aufflammendem Hass rast der Weston-Clan unaufhaltsam seinem nahezu apokalyptischen Zusammenbruch entgegen.
In drei Akten erzählt Tracy Letts die Geschichte einer Familie, die ihr unheilvolles Erbe aus Lebenslügen, Bosheiten, physischer und psychischer Gewalt von Generation zu Generation weitergibt. Letts komplexe Familienchronik beschreibt den amerikanischen Albtraum als eine Gesellschaft am Abgrund, die unter permanenter Selbstbetäubung steht, um sich ihr eigenes soziales und politisches Scheitern nicht eingestehen zu müssen.
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